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Die Teddybären Margarete Steiff und Richard Steiff

Steiff - JuLi 2022

Das Jahr der Jubiläen für Sammler

Firmengründerin Margarete Steiff hätte am 24. Juli 2022 ihren 175. Geburtstag gefeiert. Ihr Neffe Richard Steiff, vor 120 Jahren der Erfinder des Teddybären, wäre bereits im Februar 145 Jahre alt geworden. Diese zwei außergewöhnlichen Persönlichkeiten, ohne die der Erfolg der Marke Steiff erst möglich geworden ist, ehrt das Giengener Traditionsunternehmen mit zwei ganz besonderen Sammlerstücken.

Margarete Steiff war eine starke Frau und ihrer Zeit weit voraus. Trotz ihrer körperlichen Einschränkungen durch eine frühe Erkrankung mit Kinderlähmung, die sie ihr Leben lang an den Rollstuhl fesselte, lernte sie Schneiderin, machte sich selbstständig und wurde schon in jungen Jahren eine erfolgreiche Unternehmerin. Am Anfang dieser Karriere, die in der damaligen Zeit für eine Frau an sich schon ungewöhnlich und für eine Frau mit Behinderung so gut wie undenkbar war, stand das „Elefäntle“ aus Filz mit weicher Füllung. Dieses eigentlich als Nadelkissen gedachte Produkt begeisterte vor allem die Kinder, die bisher nur hartes Spielzeug aus Holz gewohnt waren. In der Folge kamen auch andere Tiere wie Affen oder Hunde aus weichen Materialien hinzu, und der Siegeszug der Kuscheltiere in die Kinderzimmer dieser Welt hatte begonnen. Als Margarete im Alter von 62 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung starb, hinterließ sie ein florierendes Unternehmen, das auch heute noch fest mit der Stadt Giengen verbunden ist.

Der zu ihrem 175. Geburtstag aufgelegte Teddybär Margarete ist aus traditionellem, cremefarbenem Mohairplüsch, zertifiziert nach dem Responsible Mohair Standard (RMS). Er trägt eine elegante, doppelt gebundene Schleife mit weißer Spitze und einem Medaillon mit dem ersten Firmenlogo von 1897 um den Hals und auf seine Sohlen sind die Unterschrift sowie das Geburtsdatum der Firmengründerin aufgedruckt. Der 30 cm große, 5-fach gegliederte Teddybär verfügt zudem über einen vergoldeten „Knopf im Ohr“ und ist passend zum Geburtsjahr auf 1.847 Stück limitiert.

Auch Margarete Steiff‘s Neffe Richard schuf einen bedeutenden Meilenstein in der Firmengeschichte: Er erfand 1902 den Teddybären, das bis heute beliebteste Kuscheltier und den Vertrauten einer behüteten Kindheit. Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Stuttgart und einem Studium in England trat er 1897 in das Unternehmen ein. Er zeichnete leidenschaftlich und war fasziniert von den Braunbären im Stuttgarter Zoo. Nach dem Vorbild seiner Skizzen fertigte er ein lebensechtes Abbild aus Plüsch mit innovativen, weil beweglichen Armen und Beinen. Sein Name war noch ganz schlicht 55 PB (für 55 cm, Plüsch, beweglich). Obwohl seine Tante den Bären eher skeptisch sah, erlaubte sie ihm die Ausstellung auf der Leipziger Messe. Von dort aus trat der Teddybär seine Reise durch die ganze Welt an - erste Station war Amerika, da ein Händler von dort die ersten 3.000 Stück orderte. In den folgenden Jahren arbeitete Richard stetig an der Verbesserung seiner Erfindung und 1905 gelang ihm schließlich ein „perfektes“ Exemplar mit angescheibten Gliedmaßen – eine so erfolgreiche Methode, dass sie heute noch genutzt wird.

Nach dem Vorbild dieses grauen Bären von 1905 entstand der Richard Steiff Teddybär zu Ehren seines 145. Geburtstages. Dem Tüftler und Erfinder würde es gefallen, dass sein Jubiläumsbär als Teil der innovativen Serie „Teddies for tomorrow“ aus dem alternativen Material Bambus-Viskose gefertigt und mit Maisfaser gestopft ist. Der 5-fach gegliederte, hellgraue Teddybär ist 28 cm groß und mit Holzaugen sowie einer Halsmarke mit dem Firmenlogo von 1897 ausgestattet.