Der Spielzeughersteller Rolly Toys aus Neustadt bei
Coburg hat Insolvenz angemeldet. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 120
Arbeitnehmer. Im Sortiment sind vor allem Kindefahrzeuge wie Trettraktoren und
Baumaschinen.
Für seine Fahrzeuge hat Rolly Toys oft Lizenzkooperationen
mit Landmaschinen-Herstellern wie John Deere oder Claas geschlossen. Auf seinem
rund 36.000 Quadratmeter großen Firmenareal hat Rolly Toys über 250.000 Fahrzeuge
jährlich hergestellt.
Nun ist das Unternehmen offenbar in finanzielle Schieflage
geraten. Wie der „Fränkische Tag“ berichtet, hat die Muttergesellschaft Franz
Schneider GmbH & Co. KG beim Amtsgericht Coburg ein Insolvenzverfahren in
Eigenverwaltung beantrag. Geschäftsführer Frank Schneider gibt sich kämpferisch
und sagt, Ziel sei die Sanierung und Weiterführung des Betriebs.
Obwohl das Unternehmen während der Corona-Zeit noch ein
Umsatzplus verzeichnete, konnte man zuletzt die steigenden Kosten für Energie
und Wareneinkauf nicht kompensieren. Auch eine Preiserhöhung habe die
Schieflage nicht korrigieren können. Der Absprung eines Großkunden habe
schließlich sein Übriges getan.
Bleibt zu hoffen, dass Rolly Toys die Trendwende gelingt.
Ansonsten wäre eine fast 90-jährige Firmengeschichte besiegelt. Die Firma wurde
1938 gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Fokus auf Spielwaren.
