Die Erfolgsgeschichte eines Kinderbuchklassikers: "Als Pippi nach Deutschland kam"
Am 10. April erscheint „Als Pippi nach Deutschland kam“ von Micke Bayart. Der Deutsch-Schwede Bayart zeichnet das bunte Bild des deutschen Pippi-Phänomens und erzählt die unglaubliche Erfolgsgeschichte von Astrid Lindgrens Kinderbuch-Klassiker. Anlässlich des 80-jährigen Jubiläums beleuchtet er die kulturelle Bedeutung und den nachhaltigen Einfluss von Pippi Langstrumpf. Das Sachbuch enthält viele Fotos und Illustrationen sowie Interviews mit Zeitzeugen.
Dass Pippi Langstrumpf Ende der 1940er Jahre nach Deutschland kam, ist keine Selbstverständlichkeit: Fünf Verlage hatten das unerhörte Buch bereits abgelehnt, als der junge Hamburger Verleger Friedrich Oetinger es entdeckte und veröffentlichte. Und damit begann der Siegeszug des stärksten Mädchens der Welt, das die Herzen der deutschen Kinder im Sturm eroberte. Erfolgreiche Filme, eine TV-Serie und Theaterstücke folgten. Bis heute ist Pippi Kult. Worin liegt der Erfolg des Mädchens mit den roten Zöpfen? Wie wurde sie in Deutschland aufgenommen und was machte sie zu der Ikone, die sie ist?

Bereits 1945, vor 80 Jahren erschien das erste Buch über Pippi Langstrumpf von Astrid Lindgren in Schweden. Offizieller Pippi Langstrumpf Geburtstag ist der 21. Mai – der Geburtstag von Astrid Lindgrens Tochter Karin Nyman, die mit ihrer Bitte „Erzähl mir von Pippi Langstrumpf“ alles ins Rollen gebracht hat.
Micke Bayart:
„Während viele Erwachsene Pippi als respektlos empfanden, war sie für Kinder eine inspirierende, befreiende Figur – ein rebellisches Vorbild. Bis heute bleibt Pippi eine Ikone, auch wenn Werte wie Individualität, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung inzwischen selbstverständlicher sein sollten. Dennoch müssen sie weiterhin verteidigt werden.Nach wie vor steht sie für Mut, Freiheit und die Vision selbstbestimmter Kinderfiguren sowie moderner feministischer Ideen. Und wie einst ist der faire Umgang miteinander wichtig. Heute mehr denn je!“